Das Moor umfasste ursprünglich eine Fläche von ca. 5.800 ha mit nahezu 5.000 ha Hochmoor und einem kleineren Anteil Niedermoor. Die Torfschicht erreichte stellenweise eine Mächtigkeit von 6 Metern.

Einzelne Teilbereiche tragen eigene Namen, wie etwa das Stüder-Moor, Hestenmoor oder Weißes Moor.

1984 wurde ein Teilgebiet in der Größe von 2.720 ha unter Naturschutz gestellt. Hiervon ist eine Fläche von 2.630 ha zum Schutz der Großen Moosjungfer als FFH-Gebiet ausgewiesen, 2.617 ha wurden EU-Vogelschutzgebiet. Quelle: Wikipedia

2018 erfolgte eine Erweiterung auf 2.937 ha. Siehe Verordnung über das Naturschutzgebiet „Großes Moor bei Gifhorn“.

Das Moor war fast vollständig und in sehr unterschiedlichen Tiefen abgetorft worden. Die Gestaltung und Wiedervernässung stellt die untere Naturschutzbehörde vor besondere Herausforderungen. “Torf muss nass“ sind sich die Fachleute inzwischen einig. Dem südlichsten Moor Niedersachsens im Flachland setzen fehlende Niederschläge und Hitze besonders zu. Nur der Torfabbau in den letzten Jahren ermöglichte es in eine Bodentiefe zu gelangen, die eine Wiedervernässung zulässt. Nur so kann ein erneutes Torfmooswachstum in Zukunft zu einem neuen Hochmoor Großes Moor führen und bleiben die Resttorfbestände, zumindest auf diesen Flächen, nass.

Das Naturschutzgebiet darf nur auf den dazu bestimmten Wegen betreten werden.

An diesen Wegen stehen Tafeln, die das Große Moor erläutern. Die Wege sind von der ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaft Fahrradwege in der Gemeinde Sassenburg ausgeschildert.

Der „Rundweg Großes Moor“, 15 km, ist geeignet für Wanderer und Radfahrer.

Er führt vom Moormuseum nördlich zum Stüder Heudamm (Blick nördlich auf Wiesen, südlich auf einen Torfrücken, Richtung Osten geht es an der Trafostation des Torfbaggers Goliath vorbei, es gibt einen Blick südlich auf die Pütten der Renaturierungsflächen) und vor der Brücke über den Elbeseitenkanal Richtung Süden am Kanal entlang. Vom Elbeseitenkanal geht es Richtung Westerbeck, am Torfwerk Kunze, der Moorbahn und der Steuobstwiese vorbei auf den Weg Am Hagen. Dieser Weg führt durch ein Waldgebiet, südlich des Naturschutzgebietes entlang, geht in den Westerbecker Weg über und führt Sie in den Ort Neudorf-Platendorf. In nördlicher Richtung, vorbei an vielen Brücken erreichen Sie wieder unser Moormuseum.

Der „Rundweg Moor ZeitReise“ soll in 2022 fertiggestellt und ausgeschildert werden. Noch ist eine Brücke gesperrt.

Der Radweg wird 15 km lang sein; der Wanderweg 5 km.