In der Nähe des ehemaligen Arnoldshofes wurde erstmals der Torf vollständig entfernt (Abb. 2), also bis auf den gewachsenen Boden abgetorft. Eigentlich ein Tabubruch, so glaubt man erst. 

Für die reine Lehre im Moorschutz eine kleine Revolution. Hieß es bis dahin: „Torf gehört ins Moor“, musste es, aufgrund der besonderen geografischen Lage unseres Moores, nun lauten: „Abtorfen, damit Torfmoose wachsen können“. Das Bild 3 zeigt den Zustand zu Beginn und in Bild 4 ist die positive Entwicklung nach einem Jahr gut zu erkennen.

Die Lösung für das Große Moor bei Gifhorn war und ist:

  • auch über das Jahr 2014 hinaus abtorfen,
  • bis nah an den Grundwasserstand, damit ständig Feuchtigkeit vorhanden ist,
  • Schaffung kleiner Becken (Pütten), damit kein Wellenschlag die Moose stört,
  • niedrige Stege, damit später überflutet werden kann und die Birken fallen und
  • Lücken in den Stegen, damit der Wasserstand sich angleichen kann

Torfmoose (Abb. 6 und 8), Wollgras (Abb. 7), Sonnentau (Abb. 9) und andere Moorspezialisten konnten durch diese Art von Pütten dauerhaft fußfassen. In Abb. 5 ist eine vollständig bewachsene Pütte zu sehen.

Dieses Erfolgsmodell wird Stück für Stück im großen Maßstab umgesetzt, wie in den Bildern 10 und 11 zu sehen ist.

Ein langer Weg bis zu dem Wegfall der Denk-Barriere „Torf gehört ins Moor“ und der Beobachtung, dass beständiger Wasserstand und kleine Becken, geschützt vor Wellenschlag, wichtiger für das Torfmooswachstum sind, als trockene Torfflächen.
Noch immer gibt es im Großen Moor Torfrücken, die sich langsam zersetzen und mühsam gepflegt werden müssen, damit sie nicht bewalden. Vielleicht wird auch die Gestaltung dieser Flächen, z.B. aus Klima-schutzgründen, noch einmal überprüft.
Lageplan der Station 13