Für die Schaffung eines Naturschutzgebietes wurde eine politische Mehrheit benötigt. Soweit so gut aber wie wird aus einer Torfabbau-Fläche wieder eine funktionierende Moorlandschaft?
 
Die erste Idee war einfach – 200 Jahre wurde das Große Moor entwässert – der Torf, also die über Jahrtausende gepressten Torfmoose, wurden abgebaut. Dann sollte doch eine Wiedervernässung einfach dafür sorgen, dass Torfmoose neu wachsen und das Moor neu entsteht. 
Weit gefehlt! Diese Idee war zu einfach. Die Natur unseres Moores erwies sich als sehr viel komplexer.
Der Anfang war geprägt von Misserfolgen. Zum Beispiel waren von den 1000 Birkhühnern (Abb. 2), die es vor der Unterschutzstellung gab, später keines mehr übrig.

Die Vegetation auf der angestauten Wasserfläche blieb weitgehend unverändert. Durch den Damm hielt sich der Wasserstand gut. Nur die Torfmoose wuchsen auf der Fläche nicht (Abb. 5). Dagegen, völlig unerwartet, wuchsen in direkter Nähe die Torfmoose erstaunlich schnell (Abb. 6). Auf anderen vernässten Flächen (Abb. 7) gab es ebenfalls kein Torfmooswachstum und zudem konnte der Wasserstand nicht gehalten werden.

Abb. 9 zeigt den überfluteten Zustand im Jahr 1997 und am selben Standort (Abb. 8) den trocken gefallenen Bereich im Jahr 2012.

1995 zeigten sich die Bockschen Flächen (Abb. 3) mit viel Wasser, aber ohne Moose. Der Damm zum Anstauen des Wassers und die überflutete Fläche ist in Abb. 4 zu erkennen.

Station 19 im Moormuseum