Ein Meisterwerk der Technik

Das Torfwerk Heinz Kunze besteht seit 1950 und produzierte bis 1970 Brenntorf. Heute wird Düngetorf hergestellt, der an die umliegenden Supermärkte und Gärtnereien verkauft wird.

Von März bis Mitte Juni und von September bis Mitte November ist Hochsaison für den Verkauf. Trockene Tage werden zur Torfgewinnung genutzt. Die Flächen werden geeggt und nach dem Trocknen abgesaugt. Ein Zusatzgerät am Trecker mit einer 2 m breiten Saugdüse wird genutzt, um in einer 15 m³ Trommel den Torf zu sammeln. Im Betrieb werden Raupe (Abb. 2), Trecker, Sieb- und Verpackungsmaschinen eingesetzt.

Daneben erhält und restauriert Heinz Kunze zahlreiche historische Maschinen (Abb. 3 und 4). Und er besitzt eine funktionsfähige Stechmaschine (Abb. 5). Sie wird von ihm instandgehalten und gepflegt. Einmal im Jahr zeigt er wie Fuchstorf gestochen wird. 










Die einzelnen Teile der Maschine sind über Ketten und Kettenräder so abgestimmt (Abb. 6), dass die Maschine den Torf sticht, auf ein Band befördert und danach neben dem Graben ablegt (Abb. 7 bis 9). Hierbei bewegt sie sich langsam kontinuierlich vorwärts, so dass sie den nächsten Torfsoden abstechen, fördern und ablegen kann.






Videos, die sehr anschaulich die Funktionsweise dieser wirklich besonderen Maschine zeigen. 

https://youtu.be/jeMM_ji3gikhttps://youtu.be/3_LwEKiXGrQ

Bei der jährlichen Vorführung wird um eine Spende für unser Moormuseum gebeten. Wir danken unserem Beiratsmitglied Heinz Kunze für den Erhalt der Stechmaschine, die Vorführung und das Sammeln der immer großzügigen Spenden.

Wussten Sie…
dass unweit von hier sich der geografische Mittelpunkt der heutigen Gemeinde Sassenburg befindet (Abb. 1)? Seine Koordinaten errechnen sich aus den Mittelwerten der nördlichsten und südlichsten, sowie der östlichsten und westlichsten Punkte nach WGS 84: 52° 31′ 50″ Nord, 10° 38′ 27″ Ost. Er befindet sich auf etwas weniger als 57 m ü. NHN.
Unsere Freunde von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradwege in der Gemeinde Sassenburg haben an diesem Punkt eine weitere Besonderheit geschaffen. Radeln sie ruhig mal hin…


Station 22 am Rundweg Großes Moor